Altbau Befund
Historische Gebäude sind ein wichtiger Teil unserer Identität. Aus diesem Grund verdient der überlieferte Baubestand bereits in der Gegenwart einen behutsamen Umgang, damit dieser für die kommenden Generationen als ein Zeuge der Vergangenheit erhalten bleibt. Gleichzeitig sind diese Bauten wie eine Zeitkapsel, in der das handwerkliche Können und die unterschiedlichen Nutzungen gespeichert wurden, auch wenn diese auf den ersten Blick nicht sichtbar sind.
Hier setzt Altbau Befund an und dokumentiert in ihrem historischen Gebäude die Haus(ge)schichten. Im Idealfall können dadurch Fragen zur Nutzung- und zur Baugeschichte geklärt werden. Wo dieses Wissen greifbar ist, kann beispielsweise ein Planungsprozess nach denkmalpflegerischen Grundsätzen durchgeführt werden. Fallweise erlaubt dies auch eine Entscheidungsgrundlage in einem Unterschutztstellungsverfahren.
Was umfasst das Portfolio?
Das Angebot von Altbau Befund ist vielfältig und reicht von einer Fotodokumentation der Räume bis zu einer bauhistorischen Untersuchung. Im Folgenden ist ein Teil des Angebotes aufgeführt:
-systematische Beghung zur Ersteinschätzung der historischen Bausubstanz
-Kurzdokumentation oder einfache Bestandesaufnahme
-bauhistorische Befundaufnahme oder bauarchäologische Untersuchung
-Notdokumentation vor oder während eines Teilrückbaus wie auch bei einem vollständigen Abbruch
-Raumbuch, Beschrieb, Fotodokumentation, Handaufmass, Detailzeichnungen etc.
-Auswertung von Schriftquellen (bsp. Lagerbücher), Transkription (Kurrent, Sütterlin), Archiv- und Literaturrecherche
-Verfassen von denkmalpflegerischen Fachberichten oder Gutachten zur Klärung der Schutzwürdigkeit
-Abschlussberichte für eine amtliche Denkmalpflege, für Restaurierungsateliers oder Architekturbüros
Das Einsatzgebiet umfasst die Deutschschweiz oder liegt dort, wo eine Nachfrage für das Portfolio besteht.
Wie arbeite ich?
Die Grundlage für eine konstruktive Zusammenarbeit liegt für mich in einer fundierten Auftragsklärung. Sei dies in ihrem Büro oder direkt beim Objekt, was idealerweise mit einer ersten Begehung verknüpft werden kann. Gleichzeitig können offene Punkte geklärt wie auch Fragestellungen präzisiert und Unklarheiten ausgeräumt werden. Im weiteren Projektverlauf dienen die definierten Punkte als Rahmen und die Fragestellungen als roter Faden.
Bauforschung findet auch in Archiven statt, denn Bild- und Schriftquellen ergänzen eine Baudokumentation. Hausbesitzer können bei einem Gespräch häufig weitere Hinweise geben.
Zum Abschluss erhalten sie einen Bericht in schlüssiger Form. Gleichzeitig übergebe ich ihnen alle Projektunterlagen wie auch die "ausgegrabenen" Dokumente.
Was ist meine Haltung?
Die Erhaltung der historischen Bausubstanz steht jederzeit im Vordergrund. Eingriffe werden nur dort durchgeführt, wo dies explizit erwünscht wird oder unumgänglich ist. Meine Arbeit zeichnet sich durch ein befundorientiertes Vorgehen aus. Das heisst, Befunde werden objektiv sowie im aktuellen Zustand erfasst und in den Kontext des Baudenkmals gestellt.
Archivalien werden kritisch geprüft und sofern möglich, schlüssig mit einem Befund verknüpft. Dabei werden Interpretationen kritisch formuliert und fortlaufend geschärft. Eine eindeutige Aussage ist nicht immer möglich, jedoch eine Annäherung an die damalige Realität.
Die Privatsphäre der Bewohnenden wird jederzeit respektiert. Gegenüber Aussenstehenden pflege ich eine strikte Verschwiegenheit.
Die internationalen Chartas der Denkmalpflege wie auch die "Leitsätze der Denkmalpflege in der Schweiz" dienen als Grundlage.
Büro Altbau Befund
Als Bauforscher bringe ich vielfältige Erfahrungen in der Untersuchung von historischen Bauten (Kleinbauten, Burgen, Industriegebäude etc.) mit. Fundierte Kenntnisse über (historische) Bautechniken (Steinbau, Zimmerei, Dachwerke) wie auch zu unterschiedlichen Baumaterialien sammelte ich in der täglichen Arbeit und in meiner Erstausbildung als Bauschreiner EFZ.
Als wissenschaftliche Qualifikation besitze ich einen MA-Abschluss in Archäologie, spez. Mittelalterarchäologie und in Allgemeiner Geschichte. Im Nebenfach belegte ich unter anderem (mittelalterliche) Architekturgeschichte. Einen weiteren Zugang zum (bau)historischen Erbe habe ich durch die Milizarbeit im Kulturgüterschutz (KGS) der Stadt Bern erhalten (2003-2015).
Um meine gesammeltes Wissen weiter zu vertiefen, ist mir eine fortlaufende Weiterbildung (bsp. MAS Module Denkmalpflege BFH) und vor allem der regelmässige Austausch mit Berufskollegen, ArchitektInnen oder Handwerkern (bsp. HiD) sehr wichtig.
Mandate und Milizarbeit:
Delegierter für Denkmalpflege der Deutschweiz der armasuisse immobilien/ KOMZ
Mitglied der Planungskommission in der Wohnsitzgemeinde (Wahl durch Gemeindeversammlung)
fachspezifische Mitgliedschaften:
Arbeitskreis Hausforschung (AHF)
Vereinigung für Bauforschung (VEBA)
Arbeitskreis Denkmalpflege der Schweiz (AKD)
Netzwerk MAS Denkmalpflege
Archäologie Schweiz (AS)
Schweizerischer Burgenverein (SBV)
Ziegeleimuseum Cham/ Meienberg
Berner Zirkel für Ur- udn Frühgeschichte
Kontakt:
Wenn ich ihr Interesse wecken konnte, freue ich mich über eine unverbindliche Kontaktaufnahme.
Michael Prohaska/ Bern
079/ 287 48 72
michael.prohaska@bluemail.ch
Referenzen:
Kantonale Denkmalpflege Aargau
Archäologie und Denkmalpflege Kt. Zug
Ambühl & Vogelsang, Baden/ Rapperswil
Arbeitskreis Dorgeschichte Frick (AG)
armasuisse immobilien/ KOMZ